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Zwischen Energiepolitik und Nachwuchs: SHK-Innung Mittelrhein/Mosel spricht neue

Zwischen Energiepolitik und Nachwuchs: SHK-Innung Mittelrhein/Mosel spricht neue Gesellen frei

 

Die Installateur- und Heizungsbauer-Innung Mittelrhein/ Mosel traf sich zur Jahreshauptversammlung im Hotel Pistono in Dieblich. Die Veranstaltung war gut besucht, der Austausch wie immer engagiert. Ob Flüssiggas, Gebäudemodernisierungsgesetz oder Finanzen Viele Themen kamen auf den Tisch. Und auch die diesjährige Freisprechungsfeier stand als finaler Höhepunkt auf dem Plan. Acht junge Gesellen wurden freigesprochen und somit nach erfolgreicher Gesellenprüfung aus der Ausbildungszeit ins Berufsleben entlassen. 

Obermeister Patrick Schmitz gewährte einen Einblick in die Aktivitäten der Innung seit der letzten Innungsversammlung. In einer Warteschleife befinden sich Handwerker wie Kunden in puncto Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), das sich als Reform des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG) versteht. „Es gibt bisher nur Eckpunkte, noch ist nichts spruchreif“, skizzierte Patrick Schmitz die momentane Situation. Der Kabinettsbeschluss und das parlamentarische Verfahren stehen noch aus. Bis dahin gilt weiterhin das GEG mit der 65-Prozent-Regel. Das Motto lautet also momentan: abwarten.

 Weiter berichtete Schmitz von der Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule, dem nach wie vor andauernden Kampf gegen diejenigen Unternehmen, die Installationsdienste ohne Eintragungsgrundlage und damit gesetzeswidrig ausführen und der neuen, sehr schön gestalteten Internet-Seite der Installateur- und Heizungsbauer-Innung Mittelrhein/Mosel. Hier gab es ausdrückliches Lob für die KHS Mittelrhein, die die Umgestaltung der Präsentation vornehmen ließ.

 Die Finanzen der Innung waren das Thema von Geschäftsführer Ulf Hoffmann. Sowohl die Jahresrechnung 2025 als auch der Haushaltsplan 2026 stießen auf einhellige Zustimmung.  „Wir haben hier eine sehr gut aufgestellte Innung nebst Gesellenprüfungsausschuss, mit einem wirtschaftlich soliden Fundament“, lobte Geschäftsführer Ulf Hoffmann das Team rund um Obermeister Patrick Schmitz.

 Referent Claas Spanke von der Fa. Primagas informierte rund um die Vorteile von Flüssiggas. Wie angesprochen gibt es noch Unklarheiten, wie das neue GMG aussehen wird. Hier bietet der Einsatz von Flüssiggas laut Spanke Vorteile, u.a. weil bei der Befüllung der Tanks die unterschiedlichsten Mischungsverhältnisse möglich sind von biogenem und konventionellem Gas. Dies erlaube eine jeweilige Anpassung, wenn der Anteil an Brennstoffen aus regenerativen Quellen steigt – wie es die Biotreppe vorsieht. 

 Ihren krönenden Abschluss fand die Innungsveranstaltung bei ihrer diesjährigen Freisprechung. 23 Gesellen sind zur Prüfung angetreten, 11 leider durchgefallen. Von den zwölf erfolgreichen Kandidaten waren acht junge Männer persönlich anwesend, um ihre Gesellenbriefe entgegenzunehmen – mit berechtigtem Stolz. „Ihr tragt beim Umgang mit Gas und Wasser viel Verantwortung“, betonte Patrick Schmitz. „Denkt immer daran.“ Und weiter: „Unser Beruf ist so vielfältig, ihr werdet niemals auslernen.“ Er bat die jungen Leute aufzustehen und verlas die traditionelle Freisprechungsformel.  Prüfungsbester dieses Jahrganges ist Simon Roso.


Foto: Michael Jordan